Zwei Webdesign-Agenturen in Lübeck zeigen dir dasselbe Portfolio, dieselben Bewertungen und ein sehr ähnliches Angebot. Eine davon baut dir eine Website, die Anfragen bringt, und vor der Unterschrift siehst du den Unterschied nicht.
Die Suche nach einer Webdesign-Agentur in Lübeck läuft bei fast jedem Unternehmen gleich ab: drei Tabs im Browser, drei Portfolios, drei Seiten, auf denen das Wort individuell steht. Nach einer halben Stunde sehen alle drei gleich gut aus.
Am Ende entscheidet der Preis oder das Bauchgefühl. Beides sagt dir nichts darüber, ob die neue Website in einem Jahr Anfragen bringt.
Es gibt ein paar Fragen, die den Unterschied vorher sichtbar machen. Die wichtigste davon hat mit Design nichts zu tun.
Portfolio, Bewertungen und Awards sagen wenig über das Ergebnis
Ein Portfolio zeigt, wie eine Website am Tag des Launches aussah. Ob danach Anfragen kamen, steht dort nicht.
Bewertungen drehen sich meistens um Freundlichkeit, Erreichbarkeit und Termintreue. Das ist angenehm zu wissen und beantwortet trotzdem nicht die Frage, die dich wirklich beschäftigt.
Auszeichnungen bewerten Gestaltung. Deine Kunden bewerten, ob sie in zehn Sekunden verstehen, was du machst und warum sie ausgerechnet dich anrufen sollten.
Ein Test bringt mehr als jedes Portfolio. Ruf eine Referenz der Agentur an und frag, wie viele Anfragen seit dem Relaunch pro Monat über die Website kommen. Kennt dort niemand eine Zahl, wurde ein Projekt abgeliefert und danach hat niemand mehr nachgesehen.
Die eine Frage, die eine gute Webdesign-Agentur in Lübeck beantworten kann
Stell im Erstgespräch diese Frage: Was soll ein Besucher glauben, wenn er unsere Startseite wieder verlässt?
Die häufigste Antwort ist eine Stimmung. Professionell, modern, vertrauenswürdig. Solche Wörter passen auf jede zweite Website in Schleswig-Holstein.
Brauchbar wird es erst, wenn die Antwort ein ganzer Satz ist, den dein Wunschkunde denken soll, und wenn dieser Satz nur zu deinem Unternehmen passt.
Nimm eine Steuerkanzlei in Lübeck mit 14 Mitarbeitern, die vor allem Handwerksbetriebe betreut. Der Satz könnte lauten: Die kennen meine Branche, ich muss mein Geschäft dort nicht erklären. Damit steht fest, was auf die Seite gehört. Mandantenbeispiele aus dem Handwerk statt Stockfotos. Sprache ohne Steuerdeutsch. Eine Ansprechpartnerin mit Foto und Durchwahl statt eines anonymen Formulars.
Fehlt dieser Satz, gestaltet die Agentur ins Blaue. Farben, Schriften und Animationen können dann einzeln gut sein, während der Besucher trotzdem wieder geht. Diese eine Überzeugung ist der Startpunkt, bevor wir eine Website planen und bauen.
Sechs Fragen, die du im Erstgespräch stellen kannst
Wer schreibt die Texte?
Hörst du die Inhalte kommen von dir, kennst du schon die Stelle, an der das Projekt liegen bleibt. Das leere Textdokument rutscht auf der To-do-Liste der Geschäftsführung jede Woche eine Zeile nach unten, und der Launch verschiebt sich von März in den Herbst.
Gute Agenturen schreiben die Texte selbst oder holen sie in Interviews aus dir heraus. Gefragt ist dein Wissen, fertige Absätze erwartet dort niemand von dir.
Wann kommt der erste Designentwurf?
Liegt im ersten Termin bereits ein Entwurf auf dem Tisch, wurde er für jemand anderen gebaut und für dich umgefärbt.
Sinnvoll ist die andere Reihenfolge: erst Struktur, dann Texte, dann Gestaltung. Sonst entscheidest du über Bildsprache, bevor irgendjemand weiß, welche Argumente auf der Seite stehen sollen.
Woran messt ihr, ob die Website funktioniert?
Besucherzahlen sind die bequeme Antwort. Sie steigen auch dann, wenn niemand anruft.
Frag nach Anfragen, Telefonaten und ausgefüllten Formularen. Frag danach, wer die Messung einrichtet und wann ihr die Zahlen gemeinsam anschaut. Genau dort setzt Conversion-Optimierung an, ab dem ersten Projekttag und nicht erst, wenn ein Jahr enttäuschend gelaufen ist.
Wem gehören Domain, Hosting und Zugänge?
Lass dir schriftlich geben, dass dein Unternehmen als Inhaber der Domain eingetragen ist und du einen Administrator-Zugang zur Website bekommst.
Wichtig wird das erst viel später. Zwei Jahre nach dem Launch willst du wechseln, und die Zugangsdaten liegen bei jemandem, der gerade keine Zeit für dich hat.
Wer arbeitet wirklich an meinem Projekt?
In den Suchergebnissen für webdesign agentur lübeck stehen auch Anbieter, die in Hamburg oder weiter weg sitzen und sich für Lübeck eine eigene Landingpage angelegt haben. Das muss kein Nachteil sein.
Frag trotzdem konkret nach: Wer sitzt im Termin, wer schreibt, wer baut, und kommt jemand zu dir in die Firma, wenn es klemmt? Ein Name ist eine Antwort. Unser Team ist keine.
Was passiert nach dem Launch?
Lass dir das Wartungspaket aufschlüsseln. Updates, Backups, Reaktionszeit bei einem Ausfall, Kosten für eine zusätzliche Unterseite, Kosten für eine Textänderung gehören einzeln aufgelistet.
Wenn Sichtbarkeit bei Google Teil des Ziels ist, klär im selben Gespräch, wer sich um die laufende SEO-Arbeit kümmert und ab wann.
Warnsignale, die du schon im Angebot siehst
- Du bekommst ein Angebot, ohne dass jemand gefragt hat, wer deine Kunden sind und woher deine bisherigen Aufträge kommen.
- Im Gespräch geht es fast nur um Technik und kaum um die Leute, die bei dir anrufen sollen.
- Du sollst dich zwischen drei Entwürfen entscheiden, weil einer dir besser gefällt.
- Auf die Frage nach Ergebnissen kommt ein weiteres Portfolio.
- Im Vertrag steht ein monatliches Paket, dessen Leistungen nirgends aufgezählt sind.
- Texte, Bilder und die Einrichtung der Messung fehlen im Leistungsumfang, ohne dass jemand darauf hinweist.
Was der Preis verrät, und was nicht
Das günstigste Angebot ist selten das günstigste Projekt. Zwei Angebote können mehrere tausend Euro auseinanderliegen und beide fair kalkuliert sein.
Der Unterschied steckt fast immer im Leistungsumfang. Wer schreibt die Texte? Wer macht die Fotos? Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten? Wird die Messung eingerichtet, und wirst du in die Pflege der Seite eingewiesen?
Frag nach einem Festpreis mit klar beschriebenem Umfang. Frag zusätzlich, was eine weitere Unterseite kostet und was passiert, wenn du nach dem dritten Entwurf noch etwas ändern willst. Die Antwort auf die zweite Frage sagt dir mehr über die spätere Zusammenarbeit als die Summe unten rechts.
So sollte ein Projekt ablaufen
- Positionierung: Ihr legt fest, wer der Wunschkunde ist und welchen Satz er nach dem Besuch denken soll.
- Struktur und Texte: Die Seiten folgen der Reihenfolge der Fragen, die dieser Kunde stellt. Die Texte entstehen vor dem Design.
- Gestaltung und Bau: Das Design macht die Argumente lesbar, schnell ladend und auf dem Handy bedienbar.
- Messen und nachschärfen: Anfragen werden gezählt, und nach einigen Wochen schaut ihr gemeinsam, an welcher Stelle Besucher abspringen.
Kann eine Agentur dir ihren Ablauf nicht in vier Sätzen erklären, hat sie vermutlich keinen. Unseren haben wir unter so arbeiten wir aufgeschrieben, damit du ihn vor dem Gespräch lesen kannst.
Häufige Fragen
Muss die Agentur wirklich in Lübeck sitzen?
Nähe hilft an zwei Stellen: beim ersten Workshop und dann, wenn etwas schiefgeht. Jemand, der in einer halben Stunde bei dir im Besprechungsraum sitzen kann, bekommt in zwei Stunden mehr aus deinem Vertrieb heraus als drei Videocalls. Entscheidend bleibt trotzdem, wer die Arbeit macht. Eine Agentur aus Lübeck, die dich die Texte selbst schreiben lässt, bringt dich weniger weit als ein Team aus Kiel, das deine Kunden versteht und nach dem Launch die Zahlen mit dir durchgeht.
Reicht ein Freelancer statt einer Agentur?
Für eine kleine Seite mit fünf Unterseiten reicht ein guter Freelancer oft aus, und du zahlst weniger. Sobald Texte, Design, Technik und Messung zusammenkommen, brauchst du entweder mehrere Personen oder eine, die alle vier Bereiche wirklich beherrscht. Frag im Zweifel, wer einspringt, wenn diese Person drei Wochen ausfällt und deine Website in derselben Woche offline geht.
Wie lange dauert eine neue Website?
Der Engpass ist fast nie das Bauen, sondern die Freigabe bei dir im Haus. Benennst du eine Ansprechperson mit Entscheidungsbefugnis und kommen Rückmeldungen innerhalb weniger Tage, geht es zügig. Reden fünf Personen mit und muss jeder Entwurf durch eine Runde, ziehen sich Projekte über Monate. Frag die Agentur zu Beginn, welche Entscheidungen sie wann von dir braucht, und trag die Termine sofort ein.
Meine Website ist erst zwei Jahre alt. Brauche ich wirklich eine neue?
Wahrscheinlich nicht. Ist die Seite technisch in Ordnung und bringt trotzdem keine Anfragen, liegen die Ursachen meistens bei Struktur, Texten und der fehlenden Überzeugung; die Optik ist dann selten das Problem. Ein kompletter Relaunch wäre dann die teure Antwort auf ein Problem, das sich oft mit überarbeiteten Leistungsseiten, klareren Angeboten und einer deutlichen Handlungsaufforderung lösen lässt. Lass das prüfen, bevor du Angebote für einen Neubau einholst.
Der nächste Schritt
Nimm diese Fragen mit in deine nächsten Agenturtermine. Sie kosten dich zwanzig Minuten und ersparen dir im schlechtesten Fall ein verlorenes Jahr.
Wenn du sie uns stellen willst, vereinbare ein Gespräch mit uns. Wir schauen uns deine jetzige Website an und sagen dir, welchen Satz ein Besucher nach dem Lesen denken müsste, damit er zum Telefon greift. Passen wir nicht zu deinem Vorhaben, sagen wir dir das im selben Termin.












