Die meisten SEO-Angebote nennen einen Monatspreis, aber keine einzige Zahl dazu, wie viele Menschen hier überhaupt nach deiner Leistung suchen. Ohne diese Zahl ist der Preis geraten, egal wie professionell das PDF aussieht.
Suchmaschinenoptimierung in Lübeck wird meistens verkauft, bevor sie erklärt wird. Du bekommst eine Monatspauschale, eine Liste mit Begriffen wie OnPage, OffPage und technisches SEO, dazu das Versprechen von mehr Sichtbarkeit bei Google.
Was in diesen Angeboten fehlt, sind drei Zahlen. Wie viele Menschen suchen hier überhaupt nach deiner Leistung? Wie viele davon landen auf deiner Website? Und wie viele von denen melden sich bei dir?
Ohne diese Zahlen ist jeder Preis geraten. Mit ihnen kannst du in zehn Minuten entscheiden, ob sich die Sache für dein Unternehmen rechnet.
Was Suchmaschinenoptimierung in Lübeck bedeutet, in einfachen Worten
Jemand tippt “Steuerberater Lübeck” bei Google ein. Google entscheidet in einem Sekundenbruchteil, welche Seiten oben stehen. Suchmaschinenoptimierung ist die Arbeit daran, dass deine Seite dabei ist.
Diese Arbeit hat drei Teile:
- Technik. Deine Seite lädt schnell, funktioniert auf dem Handy und ist für Google lesbar.
- Inhalte. Für jede Leistung, zu der du gefunden werden willst, gibt es eine eigene Seite, die genau diese Leistung erklärt.
- Signale von außen. Andere Websites verlinken auf dich, dein Google-Unternehmensprofil ist gepflegt, die Bewertungen sind echt und aktuell.
Jede Leistung, die in einem Angebot nach Fachsprache klingt, gehört zu einem dieser drei Teile. Wenn eine Agentur dir einen Posten nennt und nicht sagen kann, zu welchem Teil er gehört und was er bewirken soll, frag so lange nach, bis die Antwort ohne Fachbegriffe auskommt.
Platz eins bringt keine Anfragen, wenn die Website danach nichts tut
Stell dir vor, es funktioniert. Ein Jahr später steht deine Seite ganz oben, wenn jemand nach deiner Leistung sucht. Vierzig Leute im Monat klicken darauf.
Sie landen auf einer Startseite mit einem Teamfoto und dem Satz “Ihr kompetenter Partner seit 1998”. Die Telefonnummer steht im Impressum. Das Kontaktformular hat neun Pflichtfelder, eines davon heißt “Firmenanschrift”. Zwei von vierzig füllen es aus.
Die Agentur hat geliefert, was im Vertrag stand. Sie misst Positionen und Besucher, du misst dein Telefon. Diese Lücke merkt oft erst, wer schon zwölf Monate bezahlt hat.
Deshalb gehört die Conversion-Optimierung deiner Website vor den Aufbau von Sichtbarkeit und nicht danach. Eine Seite, die aus vierzig Besuchern zwei Anfragen macht, wird durch mehr Besucher nicht besser. Sie wird nur teurer.
Wie viele Menschen in Lübeck wirklich danach suchen
Die Stadt hat rund 220.000 Einwohner. Die Suchmengen für lokale Dienstleistungsbegriffe sind entsprechend klein, kleiner jedenfalls als die Zahlen, mit denen in Verkaufsgesprächen gearbeitet wird.
Ein Beispiel aus unserer eigenen Search Console. Für die Suchanfrage “Suchmaschinenoptimierung Lübeck” wurde unsere Website in einem Quartal 248 Mal in den Suchergebnissen angezeigt. Gemeint sind damit reine Einblendungen in der Ergebnisliste. Die Durchschnittsposition lag bei 39,7, also auf Seite vier. Geklickt hat praktisch niemand.
Daraus folgt etwas für deine Kalkulation. Ein einzelner Suchbegriff bringt dir hier keine hundert Anfragen im Monat. Er bringt vielleicht fünf. Ob sich das lohnt, hängt an einer einzigen Zahl: was ein neuer Kunde bei dir wert ist.
Der Rechenweg, den du vor jedem Erstgespräch machen solltest
- Was verdienst du durchschnittlich an einem neuen Kunden im ersten Jahr?
- Von zehn ernsthaften Anfragen: wie viele werden Kunde?
- Multipliziere beides. Das Ergebnis ist der Wert einer einzigen Anfrage.
Beispielrechnung: 4.000 Euro im ersten Jahr pro Kunde, jede vierte Anfrage wird Kunde. Dann ist eine Anfrage 1.000 Euro wert.
Jetzt teile die Monatspauschale aus dem Angebot, das vor dir liegt, durch diesen Wert. Du bekommst die Zahl zusätzlicher Anfragen pro Monat, ab der sich die Sache trägt. Schreib sie auf und nenne sie der Agentur im ersten Gespräch. An der Reaktion erkennst du viel.
Woraus sich der Preis zusammensetzt
Angebote kommen in drei Formen. Sie unterscheiden sich nicht nur im Betrag, sondern darin, wofür du bezahlst.
Monatliche Betreuung
Du zahlst eine feste Summe pro Monat, meist mit Mindestlaufzeit. Dafür arbeitet jemand laufend an Inhalten, Technik und Verlinkung. Sinnvoll, wenn du dauerhaft gegen aktive Konkurrenz antrittst. Frag vor der Unterschrift, wie viele Arbeitsstunden in der Pauschale stecken und was in den ersten vier Wochen konkret passiert.
Einmaliges Projekt
Technik, Seitenstruktur und die wichtigsten Leistungsseiten werden einmal in Ordnung gebracht, danach liegt die Pflege bei dir. Wenn dein Markt die Region ist und die Konkurrenz überschaubar bleibt, trägt das oft ein bis zwei Jahre.
Beratung nach Stunden
Jemand zeigt deinem Team, was zu tun ist, die Umsetzung macht ihr selbst. Das ist die günstigste Variante und die mit dem höchsten Risiko. Wenn bei euch niemand verlässlich Zeit dafür hat, schläft es nach sechs Wochen ein.
Was den Preis nach oben treibt
- Wie viele Anbieter sich um denselben Begriff schlagen.
- Der technische Zustand deiner jetzigen Website.
- Die Anzahl der Leistungen und Standorte, für die du gefunden werden willst.
- Ob Texte, Fotos und Fallbeispiele neu erstellt werden müssen oder schon vorliegen.
Ein Angebot ohne diese vier Punkte ist keine Kalkulation, sondern eine Hausnummer. Eine Aufschlüsselung zu verlangen, kostet dich eine E-Mail. Hier steht, was wir bei SEO konkret machen, damit du einen Vergleichsmaßstab hast.
Woran du ein schlechtes Angebot erkennst
- Eine Garantie auf Platz eins. Niemand kontrolliert Googles Rangfolge, auch nicht nach 18 Jahren im Geschäft.
- 24 Monate Laufzeit, bevor irgendjemand deine Website angesehen hat.
- Keine Liste konkreter Arbeiten für das erste Quartal.
- Monatsberichte, die Positionen zeigen, aber keine Anfragen.
- Verlinkungen im Paket, verkauft nach Stückzahl.
Zwei dieser Punkte in einem Angebot reichen als Grund, weiterzusuchen.
Wann sich die Investition lohnt, und wann nicht
Sie lohnt sich, wenn deine Leistung aktiv gesucht wird, ein neuer Kunde einen dreistelligen Betrag oder mehr wert ist, deine Website Anfragen aufnehmen kann und du sechs bis zwölf Monate durchhalten kannst, ohne nervös zu werden.
Sie lohnt sich nicht in diesen Fällen:
- Du brauchst Anfragen in den nächsten vier Wochen. Dann führen bezahlte Anzeigen bei Google schneller zum Ziel, während SEO zu lange braucht.
- Deine Website verliert Besucher schon heute, bevor sie das Kontaktformular sehen.
- Dein Angebot ist so neu, dass niemand einen Begriff dafür eintippt.
- Dein Vertrieb läuft komplett über Empfehlungen und du hast keine Kapazität für mehr Aufträge.
Unsere Reihenfolge: messen, reparieren, sichtbar machen
- Messen. Wie viele Menschen kommen heute über Google, was tun sie auf der Seite, wie viele melden sich. Ohne diesen Ausgangswert kann später niemand belegen, dass sich etwas verändert hat.
- Reparieren. Ladezeit, Darstellung auf dem Handy, klare Leistungsseiten, sichtbare Telefonnummer, ein Formular mit drei Feldern statt neun.
- Sichtbar machen. Erst jetzt lohnt es sich, Inhalte und Signale für mehr Besucher aufzubauen.
Wenn du wissen willst, an welcher Stelle dieser Reihenfolge dein Unternehmen gerade steht, sieh dir an, wie wir ein Projekt aufbauen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?
Technische Reparaturen und eine saubere Seitenstruktur wirken oft innerhalb von ein bis zwei Monaten, weil Google die Seiten neu bewertet. Neue Inhalte für umkämpfte Begriffe brauchen eher sechs bis zwölf Monate. Lass dir im Angebot zeigen, welche Maßnahmen in welchen Zeitraum fallen. Dann weißt du nach acht Wochen, ob jemand liefert, statt es nach einem Jahr zu ahnen.
Muss die Agentur aus Lübeck kommen?
Technisch nicht. Praktisch macht es einen Unterschied, wenn jemand den lokalen Wettbewerb kennt und zu einem Termin vorbeikommen kann. Ein Teil der Seiten, die hier für lokale Begriffe auftauchen, gehört Agenturen aus Hamburg oder Berlin, die für jede Stadt eine eigene Landingpage betreiben. Das ist nicht automatisch schlecht. Frag nur konkret, wer dein Projekt bearbeitet und wie oft du mit dieser Person sprichst.
Was kostet das nun im Monat?
Jede Zahl, die dir jemand ohne Blick auf deine Website nennt, ist eine Verkaufszahl. Der Preis hängt am Zustand deiner Seite, an der Zahl der Leistungen und daran, wie viel in deinem Markt los ist. Halte es deshalb andersherum: Nimm den Wert einer Anfrage aus dem Rechenweg oben, nimm die Pauschale aus dem Angebot und sieh dir an, wie viele zusätzliche Anfragen nötig wären. Wenn diese Zahl unrealistisch wirkt, ist das Angebot zu teuer, egal wie der Betrag aussieht.
Lohnt sich SEO noch, wenn alle bald KI fragen?
KI-Antworten ziehen ihre Informationen aus denselben Websites, die Google auch indexiert. Eine klar strukturierte Seite, die eine Leistung sauber erklärt, wird eher zitiert als eine, auf der alles auf der Startseite steht. Bei lokalen Dienstleistungen kommt dazu, dass der Weg häufig weiter über Google Maps und das Unternehmensprofil läuft. Die Arbeit ändert ihre Form, der Bedarf bleibt.
Der nächste Schritt
Wenn du gerade ein Angebot vor dir liegen hast und nicht sicher bist, ob die Zahlen darin aufgehen, bring es mit. Wir sehen uns im Gespräch deine Website und deinen Anfragenwert an und sagen dir, ob SEO für dich der richtige nächste Schritt ist oder ob zuerst etwas anderes dran ist. Du kannst dafür direkt ein Gespräch vereinbaren.
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